10 % der Frauen leiden unter dem Lipödem +++ Kann man wirklich nichts tun?

Lipödem – weit verbreitet und dennoch wenig bekannt

Es ging stetig „bergan“ mit meinem Gewicht… Ich kann es nicht mehr aufzählen, wieviele Diäten, Ernährungsumstellungen, Verbote, Verzichte gefolgt von immer mehr Jojo-Effekten mein Leben begleitet haben. (Sabine)

Immer wieder in den letzten Monaten bin ich auf EIN Thema gestoßen: Das Lipödem. Betroffene Frauen in der Familie, betroffene Frauen im Bekanntenkreis und betroffene Frauen unter euch Leserinnen. Die Frauen berichteten mir immer das Gleiche: Diese Stoffwechsel- bzw. Fettverteilungsstörung sei nicht heilbar, nicht umkehrbar und werde mit der Zeit folglich immer schlimmer. Das bedeutet, betroffene Frauen werden an bestimmten Körperstellen einfach immer dicker und bekommen dazu auch noch Schmerzen. Einzige Möglichkeit: Fettabsaugungen – keine tolle Aussicht!

Jahre lang kämpfte ich gegen die Pfunde – die purzelten auch – aber ich verlor nur Kilos aber nicht an Umfang. (Kathrin)

Ist das krass, dachte ich mir. Und wie fies. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre selbst betroffen… Ich begann in meinem Netzwerk zu recherchieren und mich umzuhören. Mich interessierte die Ursache dieser Störung, und ich informierte mich darüber, wie Fettabsaugungen ablaufen und ob es dabei Risiken gibt. Ich dachte mir, es kann doch nicht sein, dass man gar nichts tun kann! Heute möchte ich euch einen kleinen Einblick in meine Ergebnisse gewähren und gebe euch darin Zitate aus drei Erfahrungsberichten wieder, die mir vorliegen (Namen geändert).

Wie viele Frauen leiden unter dem Lipödem und woran erkennt man es?

Das hat mich fast am meisten schockiert! 10 % der Frauen leiden unter dem Lipödem! ZEHN PROZENT !! Eine betroffene Frau mit dieser Diagnose sagte zu mir: „Ute, das wundert mich nicht. Seit ich die Diagnose habe, sehe ich ständig Frauen, die so aussehen wie ich!“ Jetzt fragt ihr euch, wie sehen die denn aus? Oder ihr habt schon eine Ahnung, dass ihr vielleicht zu den 10 % gehören könntet. Umgangssprachlich wird das Lipödem auch „Reiterhosen-Syndrom“ genannt. Nun, dieses Bild ist uns allen im Kopf.

Ich bin 49 Jahre und wollte bis vor einem Jahr wo eigentlich nicht mehr leben oder alt werden mit diesem Körper, Fett, Wasser und vor allem Schmerzen. (Ursel)

Das Lipödem ist eine Fettverteilungsstörung, bei der es zu einer Fettvermehrung kommt, besonders an Ober- und Unterschenkeln, der Hüfte und dem Gesäß sowie seltener auch an den Armen. Oft sind die Frauen oben rum noch recht schmal und ab den Hüften abwärts haben sie einen großen Umfang (daher die „Reiterhose“). Dazu kommt, dass die Bereiche Schmerzen bereiten und zwar immer stärker mit zunehmendem Krankheitsverlauf. Die Krankheit verläuft in drei Stadien und wird durch hormonelle Veränderungen (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre…) begünstigt.

Die Explosion kam nach den Geburten meiner Töchter, ja da waren es schon 120 kg. Mein Arzt gab mir immer den Rat abnehmen. Tja x Diäten, immer wieder enttäuscht über sich selber, dass man es nicht schafft und klar der JOJO Effekt. (Ursel)

Verlauf der Krankheit

Auf der Seite der Lipödem Hilfe e.V. heißt es: „Das Lipödem ist medikamentös weder behandelbar, noch heilbar. Das Lipödem wird offensichtlich auch hormonell beeinflusst, wobei dies noch ausgiebiger Forschung bedarf. […] Inzwischen weiß man aus etlichen Erfahrungsberichten von Betroffenen und Ärzten, dass Diäten oder auch sportliche Betätigung überhaupt keinen Einfluss auf das Lipödem selbst haben.“

2010 dann die Diagnose in einer Spezialklinik: Lipp- und Lymphödeme in beiden Beinen bis Unterbrustbereich und Oberarme…Abschlussgespräch in der Klinik: „Leben Sie gesund, bewegen Sie sich, schwimmen Sie weiterhin, das ist für die Ödeme das Beste. Kompressionsstrümpfe und -bermuda gehören zu Ihrem Leben! Sie werden diese entarteten Fettzellen nicht auf normalem Weg abnehmen können. Denken Sie vielleicht mal über ein Magenband oder Fettabsaugung nach! Arrangieren Sie sich mit ihrem Gewicht, es ist eben noch nicht alles erforscht. Wir stecken sozusagen damit noch in den Kinderschuhen….Essen Sie gesund und versuchen Sie sich beim Essen einzuschränken, wo es geht!“ Bumm!!!! (Sabine)

Geraten wird betroffenen Frauen zu Lymphdrainage, Krankengymnastik, Kompressionsstrümpfen, um Beschwerden zu lindern. Hoffnungsvoll ist das nicht gerade. Und gibt man in der Google-Bilder-Suche das Stichwort „Lipödem“ an, dann möchte ich nicht wissen, was betroffene Frauen dabei fühlen.

…dann erklärte mir der Arzt was das bedeutet mit den Worten: „ Wenn Sie 50 Kilo abnehmen und nur 1 cm am Umfang verlieren können sie in die Luft springen und sich freuen. Denn das wird nicht passieren.“ Er gab mir ein Rezept über rundgestrickte Stümpfe und sagte dass ich in 6 Monaten wieder kommen soll. (Kathrin)

Psychische Folgen der Erkrankung

Ich denke, welche psychischen Auswirkungen diese Erkrankung hat, darüber muss ich nicht viel schreiben. Aber was rede ich. Es sind nicht allein psychische Folgen, auch soziale Folgen (Isolation, Jobverlust etc.) gehören zu den Erfahrungen bei fortgeschrittenen Krankheitsverläufen. Die Erfahrungsberichte haben mir das in aller Deutlichkeit gezeigt und ich muss sagen, dass mich diese Berichte emotional schon sehr bewegt haben.

Ich vermied es in der Öffentlichkeit zu essen, da ich immer das Gefühl hatte die Menschen denken jetzt ist Sie eh schon so fett und frisst ja noch. Schwimmen ging ich schon lange nicht mehr, da ich diese Blicke oft nicht aushielt. Tja die Beine sind ja was Besonderes zum Hinschauen, aber ich war nicht cool. Ich schämte mich so sehr. […] Wenn ich mich im Spiegel anschaute, was sowie so selten passierte, wurde mir schlecht und ich war unsagbar traurig. Für mich stand fest, mit diesem Körper möchte ich nicht alt werden. Ich fragte mich oft warum? Warum habe ich diesen Körper? (Ursel)

Fettabsaugung als Lösung?

Ich habe im Zuge meiner Recherche mit einigen Frauen gesprochen, denen regelmäßige Fettabsaugungen geraten werden und auch habe ich mit einer Frau gesprochen, die bereits eine Fettabsaugung hinter sich hat. Eine Bekannte mit Lipödem sagte mir: „Ich sehe schon meine Träume platzen.“ Ja, Fettabsaugungen kosten viel Geld (bis zu 5000 Euro pro Eingriff, bei zwei Beinen also bereits an die 10.000 Euro!) und werden in der Regel von den Krankenkassen nicht übernommen. Mal ganz abgesehen sind Fettabsaugungen ein großer Eingriff und bergen gewisse Risiken. Zudem ist wirklich zweifelhaft, ob diese nachhaltig sind.

Ach ja ich sollte mir auch 2 künstl. Knie aneignen sonst laut Orthopäde sitze ich innerhalb von 2 Jahren im Rollstuhl. (Ursel)

Eine Studie zum Thema „Wiedereinlagerung von Fett nach Fettabsaugung“ von Teri L. Hernandez, Ph.D., R.N.und Robert H. Eckel, M.D. vom medizinischen Institut der Universität in Colorado ergab, dass zuvor entferntes Fettgewebe bereits innerhalb eines Jahres wieder auftauchte und die Gesamtkörperfettmenge manchmal sogar schon nach nur 12 Wochen überschritten wurde! Wie ich von einer Frau erfuhr, die bereits eine Fettabsaugung machen ließ, verteilte sich das Fett einfach woanders hin. Nicht mehr in die Beine, dafür in die Oberarme.

Ursachen des Lipödem

Natürlich recherchierte ich auch nach den Ursachen des Lipödems. Ihr könnt es euch schon denken. „Die Ursachen sind bisher noch nicht vollständig geklärt.“. Und immer wenn das so ist, wird eine erbliche Komponente vermutet. Na klar, so sind die Frauen noch ohnmächtiger, denn wer kann schon etwas gegen „Vererbung“ tun?! Natürlich fand ich auch alternative Erklärungsansätze, zum Beispiel bei Dr. Gregor Gahlen.

Dr. Gregor Gahlen vermutet, es handele sich „um eine Störung auf Ebene der Energiebildung jeder einzelnen Körperzelle. Die Störung läuft in den Mitochondrien ab, den Energiekraftwerken jeder Zelle“. [Quelle] Laut ihm bisher wenigen Ärzten bekannt. Dieser Mangel entsteht durch einen Überschuss an Stickstoffmonoxid, welches durch „Umweltgifte, chronischen physischen und psychischen Stress, alle Antibiotika und viele Dauermedikamente, schnell gezüchtete und minderwertige Nahrungsmittel und deren Konservierungsstoffe, Nitratdüngung, Fast Food und Fehlernährung, durch hohe Aufnahme von Kohlenhydraten und vieles andere“ entsteht. [Quelle]

Nun sind wir an einem Punkt, wo irgendwie alles klar wird:
Es geht um Vitalstoffmängel par Excellence, welche ja schon Dr. Max Otto Bruker, unser Rohkost- und Vollwert-Pionier als Ursache aller Krankheiten ansah. Dr. Gregor Gahlen schreibt dazu: „Stickstoffmonoxid-Überschuss führt zu einem enormen Verbrauch und damit Mangel an Vitalstoffen. Dies sind Vitamine, vor allem B12, das der stärkste Stickstoffmonoxid-Fänger ist, B6, B2, B1, C, D, E, Mineralstoffe wie Magnesium, Zink, Kalium, Kupfer. Immer ist deren Mangel nachweisbar, jedoch nicht im Blut, sondern direkt in den Blutzellen. Ärzte verordnen jetzt symptomorientiert Medikamente, die jedoch den biochemischen Teufelskreis nur noch intensivieren: die kurative Medizin versagt.“ [Quelle]

Und es geht doch anders!

Die Frauen aus den Erfahrungsberichten machten letztlich alle die gleiche Erfahrung. Sie gingen einen anderen Weg und siehe da, sie nahmen ab. An Gewicht UND an Umfang. Ihre Haut, ihre Figur, ihre Lebensqualität verbesserten sich so sehr, dass ich beim Lesen ihrer Berichte Gänsehaut bekomme.

So jetzt habe ich 40 kg herunter und ich bin zwar immer noch mollig aber oh ich kann dir sagen es ist so ein richtiger Ausbruch Frau, Schuhe mit kl. Stöckel, Lippenstift, Schminke, die erste Handtasche seit fast 25 Jahren wieder. […] Da steckt eine Frau in mir, die muss ich erst einmal kennen lernen, temperamentvoll, fraulich, sich nicht mehr verstecken. Gerade durch die Menschen gehen, keine Schleichwege. Sich selber lieben lernen…..es ist soooooooo schön. Ich gehe auf Entdeckungsreise….. Ich habe keine Grenzen mehr, ich kann wieder träumen, hatte ja Flugverbot wegen Thrombosegefahr usw…. Oh Gott jetzt bin ich 49 Jahre und fange jetzt erst das richtige freudige Leben an. Die Zeit läuft und ich habe so viel zum Nachholen. (Ursel)

Ich freue mich so, denn ich habe mit den 23 Kilos von Kopf bis Fuß insgesamt 110 cm an Umfang verloren und die Haut macht auch ganz toll mit, denn sie bildet sich zurück. (Kathrin)

Da keine Heilaussagen in Verbindungen mit Vitalstoffen getroffen werden dürfen, veröffentliche ich NICHT das genaue Vorgehen der Frauen. Schreibt mich an wenn Ihr mehr drüber erfahren möchtet, aber bitte nur ernst gemeinte Anfragen! Auch die Fotos der Frauen aus den Erfahrungsberichten darf ich leider nicht veröffentlichen. E-Mail: nordischroh@gmail.com

 

 

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