Buchweizenfladen – der Allrounder für rohe Pizzen, Flammkuchen & Co!

Hier kommt mal wieder eines unserer Basic-Rezepte, das wir gerne und oft machen und immer wieder neu erfinden. Ich mache dieses Rezept immer ganz frei Schnauze, denn Buchweizen haben wir in gekeimter Form fast immer da. Er ist für uns der beste Ersatz für herkömmliche Getreideprodukte und lässt unsere Sprossen-Quote steigen! Dazu kommt, dass man daraus einfach Brote und Porridge machen kann, was eine tolle sättigende und versorgende Grundlage für unsere Kinder ist.

Wir haben uns umfassend damit beschäftigt, wie wir unsere Kinder mit naturbelassener Kost rundum gut versorgen und auch herausgearbeitet, welche Vitalstoffe dabei kritisch werden können. Buchweizen ist eines der Lebensmittel, das besonders in gekeimter Form für die Versorgung einige dieser kritischen Vitalstoffe sorgt. So liefert er beispielsweise alle acht essentiellen Aminosäuren, alle Vitamine des B-Komplexes, Mineralien wie Magnesium, Mangan oder Selen.

Buchweizen ist außerdem ein reines Beauty-Lebensmittel, das in ihm enthaltende Rutin zum Beispiel beugt Krampfadern vor und das Coenzym Q10 ist uns ja schon lange als das Anti-Aging-Mittel schlechthin bekannt. Außerdem ist noch das Lezithin zu nennen, welches ein wichtiger Nährstoff für die Leberzellen und somit wichtig für Entgiftungsprozesse im Körper ist. Lezithin steigert außerdem unsere Hirnaktivität!

Und diese Fladen können wirklich nach Herzenslust variiert werden, mit verschiedenen Gewürzen, süß oder pikant, als Pizza, Brot, Flammkuchen… Genau deshalb ist mir bisher auch kein passender Rezeptname eingefallen, der diesem Allrounder so gerecht wird! Ach, was ich noch nicht erwähnt habe ist, dass diese Fladen im Vergleich zu vielen anderen rohen Broten superschnell fertig sind. Für euch habe ich heute unsere letzte Variante, da habe ich nämlich von Anfang an mitgeschrieben und kann euch genau alles Zutaten nennen! 🙂

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Zutaten für 8 Fladen:

  • 400 g Buchweizen
  • 70 g goldene Leinsamen
  • 2 weiche Datteln
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 TL Salz
  • 2 TL getrocknete Petersilie

Zubereitung:

Buchweizen keimen lassen. Dazu in einer Schüssel über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen und 2 Tage zweimal täglich mit Hilfe eines Siebes spülen. Buchweizen wird beim Keimen etwas schleimig, das ist normal!

Buchweizen mit Datteln und den Gewürzen in einer Küchenmaschine mit S-Messer zu einem teig verarbeiten, der eine schöne glatte Konsistenz hat. Man kann den teig auch etwas grober lassen, auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Teig in eine Schüssel geben.

Leinsamen mahlen. Das geht gut mit einem Mixer oder natürlich einer Kaffeemühle. Ich rate euch nicht, geschroteten Leinsamen fertig zu kaufen, der schmeckt oft ranzig. Leinsamen zur Buchweizen-Masse geben und alles gut vermengen.

Nun auf den Dörrfolien der Dörrgerätes zu dünnen (oder dicken, dann dauert es aber länger mit dem Trocknen!) Fladen formen. ich nehme dafür die Rückseite eines Esslöffel, mit dem ich die Masse in dem rand einer kleinen Springform (16 cm Durchmesser) ausstreiche (siehe Bild).

Nun im Dörrofen bei 42 Grad trocknen. Die Fladen nach 1,5 -2 Stunden wenden und ohne Folien etwa noch 1/2 bis 1 Stunde weiter trocknen. Ich mag sie am liebsten, wenn die nicht ganz durchgetrocknet sind. Möchte man sie länger aufbewahren, so sollten sie vollständig durchgetrocknet sein.

Unsere letzte Variante habe ich Vier-Jahreszeiten-Pizza getauft (siehe oben). Dazu habe ich eine fermentierte Cashew-Creme als Grundlage genommen und die Fladen ganz bunt belegt. Mein persönlicher Favorit war (neben der Sorte Sauerkraut, aber Sauerkraut ist eh immer mein Favorit 😉 ) der Tomatenfladen, für den ich angetrocknete und etwas gewürzte Cherry-Tomaten sowie marinierte Zwiebelringe vorbereitet hatte.

KÖSTLICH!!

Wer Lust auf einen Workshop bei uns hat: HIER geht es zu allen Infos.

Über 150 leckere, einfache & inspirierende Rezepte gibt es außerdem in unserem Buch „Was dein Herz begehrt“.

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19 thoughts on “Buchweizenfladen – der Allrounder für rohe Pizzen, Flammkuchen & Co!

  1. …Fladen sind im Dörrer. Danke für das Rezept. Mein Buchweizenverbrauch ist in den letzten Monaten stark gestiegen 🙂

    Grüsse Suse

  2. Hallihallo!

    Euer Block ist ehr inspirierend, vielen Dank für die Mühe, die Ihr hier hereinsteckt!
    Eine Frage hätte ich zum Buchweizen: Was für Buchweizen benutzt Ihr? Ist geschälter Buchweizen noch keimfähig??
    Liebe Grüße, Milli

  3. Ich habe leider keinen Dörrautomaten. Geht das auch im Backofen?
    Und noch eine Frage: Ich habe mir neulich eine Packung „Buchweizengrütze“ gekauft, hab allerdings nicht wirklich eine Ahnung, wie ich die zubereiten soll. Könnt Ihr mir helfen bitte?
    Danke und einen lieben Gruß, Heike

  4. Habe gerade die Fladen gemacht. Jedoch hatte ich nicht so viel gekeimten Buchweizen, habe die Hälfte gekeimtes Braunhirsemehl genommen. Und nun hoffe ich, dass die Fladen doch gelingen. Das sehe ich dann in ein paar Stunden 🙂

  5. Sehr schöner Artikel und ein sehr leckeres Rezept!
    Gekeimter Buchweizen ist auch bei uns immer am Start.
    Falls wir zuviel frisch gekeimten Buchweizen haben, kommt einfach eine Ladung ins Dörrgerät und so haben wir auch einen kleinen Snack für zwischen durch.

    Danke für euer wirken.

    Herzliche Grüße, Aloha und Namaste
    Marco

  6. Hallo Ihr Lieben,
    Euer Buchweizenfladen-rezept hat mich motiviert meinen nagelneuen Stöckli einzuweihen.
    Aber gibt es einen Trick wie man den Batz, also den klebrigen Teig, wirklich dünn ausgestrichen bekommt? Wollte immer kleben bleiben am Löffel und den Fingern.
    LG

  7. Die Buchweizenfladen sind – auch – wieder excellent!
    Die Würzung, so genau auf den Punkt gebracht.
    DANKE für dieses Super-Rezept und die gute Arbeit!

  8. Meine Rohkostbrote werden irgendwie immer bitter, so leider auch die Buchweizenfladen 🙁 mach ich irgendwas falsch oder ist Rohkostbrot einfach etwas bitter?

    1. mmmh, eigentlich sollten sie nicht bitter werden… manchmal werden sie sauer, wenn sie beginnen zu fermentieren, aber in diesem rezept ist der teig ja wirklich sehr trocken…

  9. Liebe Ute,

    ich möchte mich bei dir für diese wunderbare Buchweizenfladen mehrmals bedanken!!! Meine kleine Tochter mag leider keine Cracker, aber diese Fladen liebt sie! sie isst auch den „Teig“ sehr gerne.
    DANKE!
    hier ist auch unsere Webseite: http://augentraining-im-taunus.de/
    Da machen wir auch rohköstliche Verpflegung 🙂 aber ihr macht einfach genialle Rezepte!!!

  10. Ich liebe Buchweizentorte und Buchweizengrütze. Fladen wären mir gar nicht eingefallen… Kann man die leckeren Fladen auch ohne Dörrgerät zubereiten?

  11. Liebe Ute,

    das Rezept klingt so lecker und ich werde es bald mal ausprobieren… Ich hab gestern eure Sesam-kracker gemacht und bin so begeistert, (dass ich sie alle aufgefuttert und) dass ich gleich nochmal eine Ladung gemacht hab 🙂 hihi
    Ich hab jetzt euer Kochbuch gekauft und bin sehr glücklich damit, immer fleißig am Ausprobieren. Ich finde es auch sehr gut, dass darin manche Rezepte nochmal „einfacher“ abgewandelt sind, in dem Sinne, dass weniger und günstigere Zutaten verwendet werden. Alles, was ich bisher ausprobiert habe, ist sehr lecker geworden und hat gut funktioniert. Du gibst gute Verarbeitungstipps. 😉
    Zu diesem Fladenrezept: meinst du, das geht auch mit Hirse? Ich werde mal welche einweichen und experimentieren…
    Liebe Grüße,
    Theresa 🙂

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