Hast du ein gutes Bauchgefühl? Darm & Darmgesundheit

Heute melde ich mich seit Langem mal wieder mit einem Gesundheitsthema, mit dem ich mich in der letzten Zeit mal wieder intensiver beschäftigt habe. Und zwar geht es um das Thema Darm und Darmgesundheit. Dieses Thema ist kaum zu unterschätzen und weil es so überaus wichtig ist und ich euch davon so gerne überzeugen möchte (obwohl ich das Wort „überzeugen“ eigentlich schon längst aus meinem Wortschaft gestrichen habe), weiß ich gar nicht wie und wo ich anfangen soll. Ich kann wirklich nur jedem und jeder ans Herz legen, euch kontinuierlich um euren Darm zu kümmern, ihn zu pflegen, ihn gesund zu halten oder zu heilen. Ein kaputter Darm führt zu einer absolut geringen Lebensqualität – körperlich und seelisch!

Vielleicht ein paar Fakten zum Mikrobiom

Sicher hat der ein oder andere schon mal vom Mikrobiom gehört. Der Begriff Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die unsere Darmflora ausmachen. Die Mikroorganismen im Darm geben uns Funktionen an die Hand, die wir selbst nicht übernehmen können. Es besteht aus 100 Billionen (!!!) Lebewesen, besitzt 100 mal mehr Gene als der Mensch selbst und umfasst vom Gewicht etwa 2 Kilogramm. Wie eine gesunde Wiese viele verschiedene Kräuter und Gräser umfassen sollte, braucht der Darm ebenfalls ein diverses Spektrum von Mikroorganismen – darüber ist man sich in der Mikrobiom-Forschung einig. Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens, dass genau diese Vielfalt im Mikrobiom bei den Menschen in der westlichen Welt abgenommen hat. Das Mikrobiom von Eingeborenenstämmen in Afrika oder Südamerika ist 10fach diverser! Bedeutet natürlich, dass auch weit mehr Funktionen ausgeführt werden können. Funktionen? Die Funktionen sind beispielsweise: Training des Immunsystems, Produktion von Vitaminen und Enzymen, Unterstützung der Verdauung (z.B. Aufschließen von Faserstoffen) oder auch die Kommunikation mit dem Gehirn über Botenstoffe.Im Umkehrschluss leidern also Immunsystem, entstehen Vitalstoffmängel, psychische Krankheiten (z.B. Depressionen) und die Verdauung ist eingeschränkt.

Apropos Verdauung

…. eigentlich dürften wir etwa alle 4 bis 6 Stunden zur Toilette gehen. Bei einem gesunden Darm wäre das normal. Wie oft geht ihr auf Toilette? Ich spreche manchmal mit Menschen, die gehen alle paar Tage auf Toilette. Bedeutet, der Speisebrei verweilt viel zu lange im Darm, es entstehen Gärung und Fäulnis, der Darm wird beschädigt, die Peristaltik ist beeinträchtigt. Ablagerungen im Darm (die teilweise bis zu 15 kg betragen können) verhindern einen reibungslosen Transport. Und wie fühlt ihr euch dann? Richtig! Ziemlich mies gelaunt.

Neulich las ich von einem Versuch. Ein Mann ernährte sich 10 Tage ausschließlich von Fastfood. Seine Darmflora wurde vor und nach dem Experiment untersucht. Ich dachte mir: Hey, 10 Tage, da wird sicher nicht viel passieren. Aber weit gefehlt. Nach dieser Zeit hatte der Mann 40 % seiner Darmkulturen verloren. VIERZIG PROZENT! Stellt euch das einmal vor. Ich war echt baff.

Die Art der Geburt entscheidend für das Mikrobiom

Wenn ein Baby auf die Welt kommt, dann ist sein Darm quasi unbesiedelt. So bekommt das Baby, je nachdem wo es geboren wird, seinen ganz eigenen Bakteriencocktail, angepasst auf seine Umgebung. Die erste große Keimbesiedlung entsteht unter der Geburt und direkt danach. Und zwar durch das Keimprofil des Vaginaltraktes der Mutter. Diese Erstbesiedlung führt dazu, dass das Baby die Muttermilch überhaupt verdauen kann. Zudem liefert die Muttermilch Futter für die guten Bakterien und beinhaltet selbst mehrere hundert Bakterienstämme. Die Darmgesundheit wird dadurch massiv beeinflusst. Die ersten zwei bis vier Jahre entscheiden über die gesamte Darmgesundheit im Leben eines Menschen. Ihr habt selbst schon kombiniert, dass Kaiserschnittkinder einen großen Nachteil haben und in der Folge ein größeres Risiko tragen, an Allergien, Asthma und chronischen Krankheiten zu erkranken. Ich sah ein Interview mit einem Arzt, der sagte, man müsse Kaiserschnittkindern quasi nachträglich einen vaginalen Abstrich der Mutter verpassen, um diesem Nachteil entgegen zu wirken. Hört sich befremdlich an, ist aber plausibel, oder?

Der Bauernhof-Effekt

Sicher haben viele von euch schon von dem Bauernhof-Effekt gehört. Wegen der immer hygienischeren Bedingungen, unter denen Kinder heute bei uns aufwachsen, wird ihr Immunsystem zu wenig mit Bakterien, Viren und Parasiten konfrontiert. Die sogenannte Hygiene-Hypothese sagt, dass deshalb Allergien und Autoimmunerkrankungen immer häufiger werden. Es wurde festgestellt, dass umgekehrt Kindern, die auf einem Bauernhof aufwachsen, und damit in Ställen spielen, ein weitaus geringeres Risiko tragen. Ja, Bauernhof-Kinder leben in einer weitaus diverseren Mikrobiom-Umwelt. Bei Asthma und Heuschnupfen kann dieser Schutzfaktor bei 70 bis 80 Prozent höher liegen, das empfinde ich als enorm! 

Kaputter Darm & kranke Leber?

Ist das Mikrobiom gestört, hat das weitreichende Folgen für den Körper. Nährstoffe, Vitalstoffe, aber auch Signalmoleküle (Zytokine) und bakterielle Bestandteile gelangen über die (Leber-) Pfortader als erstes in die Leber. Wenn sich die Darmwand entzündet und durchlässig wird (Stichwort „leaky gut“), gelangen Bestandteile aus der Nahrung in den Blutkreislauf, die entweder noch nicht vollständig zersetzt sind oder normalerweise ausgeschieden werden. Ebenso gelangen zum Beispiel auch vermehrt bakterielle Bestandteile oder Fuselalkohole in die Leber. Strömen diese durch die gestörte Darmbarriere vermehrt ein, ist die Leber überlastet und kann Schaden nehmen. Die Belastung über den Darm kann massive Auswirkungen haben, so dass es zu Leberwerten kommen kann, die aussehen wie bei einem Alkoholiker. Ebenso fatal ist, dass durch die gestörte Entgiftung Toxine quasi aus Verzweiflung überall im Körper abgelagert werden und dort vom Körper verbrannt werden. So entstehen Entzündungen. 

Ist eine Darmreinigung sinnvoll?

Eine Darmreinigung ist nicht nur sinnvoll, sondern meiner Meinung nach sollte das eine Routine sein, die zweimal im Jahr selbstverständlich durchgeführt wird. Sie steht für mich am Anfang einer jeden gesunden Lebensweise und sogar täglich kann man den Darm bei seiner Arbeit unterstützen und für eine gute Funktion sorgen! Das ist auch der Grund, warum ich im Januar eine begleitete Darm-Reinigung anbieten werde. Ihr dürft euch gerne dafür anmelden, schaut einfach hier unter den Veranstaltungen.

 

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