Kurkuma-Zimt-Milch

Manchmal, wenn ich gerade irgendetwas in der Küche mache, geht mein Blick aus dem Fenster auf die Straße. Dort sehe ich Leute gehen. Die Nachbarn stehen zusammen und plaudern, jemand fährt mit dem Hund Fahrrad. Ich denke: Wie normal das doch ist. Es klingt vielleicht komisch, aber auf eine bestimmte Art und Weise fasziniert mich das. Ich höre auf in der Küche zu wirbeln und lasse kurz meine Gedanken schweifen. Diese Menschen da draußen führen ein komplett normales Leben. Gehen zur Arbeit, verbringen ihre Freizeit mit ihren Hobbys, treffen sich mit Freunden zum Brunch. Sie lesen einen Roman, schauen ihre Lieblingssendungen und machen ein oder zweimal im Jahr einen Urlaub. Dann frage ich mich, ob es nicht viel einfacher wäre, so ein ganz normales Leben zu führen. Man würde einfach das machen, was alle machen und sich dabei darauf verlassen, dass es so schon richtig sei. Würde zum Beispiel in den Supermarkt gehen, einkaufen, was einen gerade anspricht und zu Hause ganz normales Essen zubereiten. Einen Nudelauflauf oder Kartoffelbrei oder was es sonst so gibt. Ich beginne, unsere Situation zu reflektieren. Wie wir wohnen, was wir essen, wie wir unsere freie Zeit verbringen. Wofür wir unser Geld ausgeben. Wie wir schlafen, wofür wir uns interessieren und worüber wir sprechen. Wie wir die Welt wahrnehmen und was unsere Visionen sind. Würde jemand uns auf der Straße umherlaufen sehen, wäre der Unterschied auf den ersten Blick wahrscheinlich gar nicht so groß. Doch beim genauen Betrachten wäre er riesig. Ich mache die letzten Handgriffe in der Küche, nehme mein Glas und gehe auf die Terrasse, um die paar Sonnenstrahlen auszunutzen, die sich gerade durch die Wolken gerungen haben. Mir wird bewusst, dass unser Weg ein ganz eigener Weg ist und das wir unser Leben an uns genommen haben, um es nach unseren Ideen zu gestalten. Dass es ein Weg hoher Eigenverantwortung ist, auf dem wir uns allein an uns selbst orientieren können. Dass es ein Leben ist, das manchmal ganz schön chaotisch ist. Ich schlürfe meine Kurkuma-Milch, blinzle in die Sonne und schließe die Augen. Ich denke, dass das ganz normale Leben sicher ein sehr glückliches Leben sein kann. Aber ich spüre ganz deutlich, dass es nicht unser Leben ist!

Probiert diese Kurkuma-Milch! Sie ist derzeit mein Nachmittags-Renner, sozusagen statt Kaffee oder Tee. 😉

 

Zutaten für 4 Gläser:

  • 500 ml Nussmilch*
  • 1 TL gemahlener Kurkuma
  • 1/2 TL  Zimt
  • 3 weiche Datteln

*Wir verwenden gerne  Mandelmilch oder eine Cashews-Hanfmilch. Letztere ist noch etwas sahniger.

Zubereitung:

Alle Zutaten in einem Mixer zu einer sämigen Milch mixen und sofort servieren. Wenn man die Milch im Kühlschrank aufbewahrt, sollte man sie vor dem Verzehr einmal durchrühren, da sich feste Bestandteile am Boden absetzen.

 

 

Gerne begleiten wir euch bei eurem etwas anderem Lebensweg. Ein Workshop bei uns kann ein Anfang sein! HIER geht es zu allen Infos.

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18 thoughts on “Kurkuma-Zimt-Milch

  1. Du sprichst mir aus der Seele. Nur habt ihr ja wenigstens Euch. Alleine ist es echt schwer. Und ich bin noch im Prozess und muss gegen viele Kräfte arbeiten. Das ist sehr anstrengend. Doch zurück kann ich nicht. Ich gehe weiter und vertraue darauf, es irgendwann zur völligen Eigenständigkeit geschafft zu haben. Egal welchen Weg wir gehen, er soll uns doch in aller erster Linie glücklich machen. Und bei allen Wiedrigkeiten fühle ich dieses Glück in mir, das mich immer weiter gehen lässt. Dankeschön für das schöne Rezept. Das wird mir bestimmt gut tun, wenn ich wieder einmal arg kämpfen muss 🙂

  2. Schön, dass du diesen Moment/diese Gedanken mit uns teilst. Ich habe diese Gedanken auch und habe mich schon manchmal gefragtbwas denn mit mir los ist und ob ich die Einzige bin die über solche Dinge nachdenkt…
    Deshalb war es für mich eine riesengroße Freude und gleichzeitig Erleichterung deine Zeilen zu lesen! Danke dir fürs „Teilen“ 🙂

    Rezept klingt super und wird diese Woche noch ausprobiert 😉

    Alles Liebe!

    1. Ich hab es mit frische Kurkuma gerade probiert. Lecker, lecker :). Ich habe etwas mehr genommen, aber das kann man ja ausprobieren.

  3. Was soll das sein normal?spricht der unnormale zum normalen oder über ihn ?Ist sowohl das eine sowie das andere ein Schimpfwort für den jeweils anderen?Das ist unnormal lecker würden meine TeenieKinder sagen wenn sie sich fast Food reinziehen und Mama können wir auch mal was normal machen.Normal oder normiert ?
    Wenn man sich mit dem was man tut einsam fühlt, ist das dann normal?
    Wenn man sich überlegen fühlt, so wie man lebt ist das dann normal?
    Ist mir nur gerade so in denn Sinn gekommen als ich das gelesen habe……
    Gruß Susanne

  4. Ich hab’s gerade probiert: absolut lecker!!! Ich habe Mandelmus mit Wasser gemixt und die Gewürze hinzugetan. Schaumig, cremig, einfach toll. Und so schön einfach!

    1. Einen tiefen Sinn für das zu empfinden, was selbst gemacht ist, verstärkt die Sinne überhaupt. Das ist keine Erhabenheit, um die es schade wäre.
      Ein etwas seltsames Beispiel kommt mir da:
      wenn ich meinem Hund eine Schale Leitungswasser und eine mit Regenwasser vorsetze, wird er immer das Regenwasser bevorzugen. Und wenn ich Wasser zehn Minuten koche und ihm dieses abgekühlt vorsetzte, wird er immer dieses wählen.

      „Schade“ ist doch, dass wir wählen können und es trotzdem oft nicht tun, uns aus Zeit-oder Geldmangel für unschmackhafteres entscheiden, bei Essen, Kleidung und allem möglichen, bis hin dass wir uns gar nicht mehr fragen, für was wir unsere Zeit und unser Geld ein Leben lang ausgegeben haben….und die, die sich das offen und laut fragen, für schade-erhaben erachten.

      Das beseelte Gefühl in der eigenen Welt zu sein, dass hier beschrieben wird, – und durch das Küchenfenster beobachtet und hinterfragt, was man da draussen sieht… ganz wunderbar!

      Und dieses „schade“, was oft so vielbedeutend und ökonomisch daherkommen will, ist oft so stumpf und abgebrüht, so leer und unbedeutend-unproduktiv, dass ich Menschen oft bitte, andere Ausdrücke zu finden für „schade“,- bezeichnenderweise kommt dann oft nix. Aber auch ich hab das erst gemerkt, als mich mal jemand auf mein „schade“ angesprochen hat und habs geändert.

  5. Hallo liebe Ute!
    Ein super Rezept – die Kurkuma-Milch ist jetzt auch unser neues Sonntag-Nachmittag-Lieblingsgetränk 😉 Fast besser als Kakao…
    Danke!
    Maria

  6. Hallo Ute,
    die Milch ist a b s o l u t k ö s t l i c h !
    Seit diesem Rezept mit dieser äußerst gelungenen Gewürz-Kombination freue ich mich immer ganz besonders auf mein Glas Erdmandelmilch!
    Hannelore Maria

  7. Liebe Ute!
    Ich genieße euren blog so sehr und probiere fast alle Rezepte sofort aus. Euer Buch habe ich natürlich gekauft 🙂 Das alles nachdem wir uns zu Weihnachten einen Dörrapparat geschenkt haben – toll!
    Eine Frage an euch Profis: Wirklich durchgetrocknete Leckerbissen bewahre ich natürlich luftdicht verschlossen auf – jedoch nicht ganz trockene wie z.B. Riegel, Brot o.ä. sind mir leider schon geschimmelt, dabei hatte ich doch extra auf Vorrat produziert 🙁 Wie bewahrt ihr die auf?
    Sehr herzliche Grüße
    von Swantje

  8. Echt köstlich diese Milch, die mache ich mir jetzt öfter.
    Echt ein Knaller!!
    Und meinem Mann schmeckt es auch, obwohl er sonst leidenschaftlich Espresso trinkt.

  9. Hallo liebe Ute,
    eure gelungene Seite begeistert mich immer wieder. Ihr habt soviel alltagstaugliche Rezepte, die man meist sehr schnell zubereiten kann. Habt vielen Dank dafür!
    Ich finde bei der Rohkost ist es schon ein ganz schöner Zeitfaktor, leckere Gerichte zu zaubern. Auch wenn es sehr viel Spaß macht, steht man doch oft bis in die Nacht hinein in der Küche. Falls du noch Tipps hast, wie man das zeitlich besser schaffen kann, wäre ich dir sehr dankbar. Aber sicher kennst du das Problem aus eigener Erfahrung…😊
    Eine Frage wollte ich euch schon lange mal fragen: Ihr schreibt an einer Stelle in eurem Buch, dass ihr aus Preisgründen keine Rohkost-Cashews nehmt, sondern eine preiswerte Bio-Alternative gefunden habt. Könnt ihr mir bitte sagen, um welchen Anbieter es sich handelt? Vielen Dank.
    Liebste Grüße aus der Nähe von Dresden!
    Madlen

  10. Ich kann an den Gedanken über die Nachbarn keine Überheblichkeit finden. Alles andere ist hineininterpretiert und hat meiner Meinung nach nichts mit der beschriebenen Reflektion zu tun.Und was in dem Fall normal ist, ist wohl unschwer zu erkennen. Oder??
    Ich finde es schwierig jedes Wort zu zerpflücken und darüber zu philosophieren. Klar, das kann man immer machen, die Frage ist nur wohin es einen bringt. Oder ob man nur in seinem Kopf kreise dreht.
    Oft frage ich mich selber, warum ich nicht auch mal so „normal“ leben kann. Ich würde mir erst mal viel Energie sparen. Und ich sehe auch viele Menschen die glücklich sind einfach zu leben ohne alles zu hinterfragen. Es ist zwar auch befreiend, inspirierend einen alternativen Weg zu finden und manchmal einfach zwingend notwendig, wenn ich mit dem aktuellen Handeln unglücklich bin, aber es ist auch definitiv anstrengend. Aber es ist mein Weg und so ist es nun mal.
    Liebe Ute, Lieber Achim,
    Ich mache seit ca. 1 Jahr Rohkost, in unterschiedlicher Intensität und habe mir viele Rohkostbücher bestellt und fast alle wieder zurück geschickt. Entweder weil mir die Rezepte zu schwer oder zu kompliziert waren. Euer Buch ist das erste, welches ich begeistert benutze.
    Vielen Dank auch für die vielen Rezepte auf Eurer Homepage, z.B. die sehr leckere Kurkumamilch. Endlich ein Ersatz für meine Ayurvedamilch. Lg Tina

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