Pikanter Hanf-Aufstrich – Wunderpflanze Hanf!

Eines vorweg: Wir LIEBEN Hanf! Als wir uns vor ein paar Jahren auf einen Marathon vorbereitet haben, haben wir begonnen, Hanfprodukte zu essen. Wir waren zu der Zeit noch keine Rohköstler, aber haben uns bereits sehr bewusst ernährt. Damals wählten wir Hanf wegen seines hohen Proteingehalts und seiner wertvollen Fettsäuren. Mittlerweile wissen wir noch viel mehr über Hanf und sind immer wieder fasziniert von dieser Wunderpflanze. Auch unsere fast zweijährige Tochter liebt Hanf und bekommt ihn fast täglich! Überzeugt euch selbst!

Jahrtausend alte Nutzpflanze

Schon vor Jahrtausenden wurde Hanf von den Menschen als Nutzpflanze erkannt. Einerseits für die Ernährung, aber auch für die Herstellung von vielen anderen Produkten wie Kleidung und Stoffe, Schiffstaue, Papier (Waldschutz!). Aus dem Öl wurden sogar Farben und Lacke hergestellt. Hanfprodukte gehörten selbstverständlich in den Alltag. Hanf ist enorm anpassungsfähig und lässt sich quasi weltweit anbauen. Er wächst auf fast allen Böden, unterdrückt Unkrautbewuchs und verbessert die Bodenfruchtbarkeit. Für den Anbau von Hanf sind weder Dünger und erst Recht keine Pestizide notwendig.

Für uns Menschen gemacht

Der Hanf ist für uns Menschen gemacht! Hanf ist wirklich optimal auf die Bedürfnisse des Menschen zugeschnitten. Wenn er könnte, würde er uns wahrscheinlich direkt in den Mund wachsen! 😉
Er enthält:

  • alle lebensnotwendigen Aminosäuren (essentielle wie nicht essentielle): vollständiges Aminosäureprofil für den Menschen!!
  • 75-90% ungesättigte Fettsäuren im Öl, Omega-Fettsäuren-Verhältnis von 3,75:1 (Omega-6 zu Omega-3). Ungünstiges Omega-Verhältnis (zu viel Omega 6) begünstigt und verstärkt entzündliche Prozesse im Körper.
  • Gamma-Linolensäure (GLA), nur in wenigen Pflanzen überhaupt vorhanden! Wirkt positiv auf entzündliche Prozesse (z. B. bei Neurodermitis), Hormonhaushaltes (z.B. beim prämenstruellen Syndrom), verbessert das Hautbild und führt zu festen Nägeln und schönem vollem Haar, aktiviert Stoffwechsel, fördert Entgiftung.
  • viele, viele Mineralstoffe (Calcium, Kalium, Phospor, Eisen u.v.a.)
  • verdauungsstärkende Ballaststoffe
  • Antioxidantien und viele Vitamine (ganz wichtig die B-Vitamine): Besonders B2 findet man in deutlich höherem Anteil als in Fleisch- und Milchprodukten (gut: Muskelaufbau, Schilddrüse, Sehschärfe, Haut; Mangel = rissige Mundwinkel, brennende Augen, schuppige Haut an Nase, Mund, Stirn, Ohren)
  • Gut, dass es unter den gesundheitsbewussten Menschen derzeit einen Trend gibt, der Hanf zu Recht als „Superfood“ feiert!

Leider wird Hanf seit Anfang/Mitte des letzten Jahrhunderts vor allem als Droge wahrgenommen. 1982 wurde der Hanfanbau in Deutschland vollständig verboten. Mittlerweile darf man ihn vereinzelt wieder anbauen, allerdings nur unter strengen Bedingungen. Eine Rückeroberung des Hanfes und das Wiedererlernen des wertvollen Wissens rund um den Hanf würde sicher einer kleinen Revolution gleichkommen und könnte gerade in ökologischer Hinsicht vieles verändern. Gut, dass es unter den gesundheitsbewussten Menschen derzeit einen Trend gibt, der Hanf zu Recht als „Superfood“ feiert!

Verwendung:

Öl in Dips, Saucen, Smoothies; Hanfsamen als Aufstriche, in Smoothies (cremig!!), ins Müsli, ins Brot, als Pesto, als Milch oder Kakao…

Rezept: Pikanter Hanf-Aufstrich

Von uns gibt es heute einen herrlich leckern Aufstrich, der cremig streichzart ist, sich als Dip, auf Brot oder wie ein Pesto zu Nudeln verwenden lässt. Dieses Rezept ist wirklich eine wunderbare Möglichkeit, Hanfsamen zu verarbeiten. Garantiert massentauglich! Übrigens habe ich mit diesem Rezept meine praktische Prüfung zur ärztlich geprüften Ernärhungsberaterin bestanden! 😉

 

Hanfaufstrich - vielseitig verwendbar

Hanfaufstrich – vielseitig verwendbar

Zutaten:

  •  150 g geschälte Hanfsamen
  • 1 kleine Paprika (etwa 120g ohne Kerne)
  • 120 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl, kalt gepresst
  • 50 g getrocknete Tomaten (am besten in Rohkostqualität)
  • 1 TL Ursalz
  • 1 TL getrocknete Gartenkräuter
  • etwas Chili, gemahlen

Zubereitung:

Zutaten in einem Mixer oder mit einem leistungsstarken Pürierstab zu einer cremigen Masse mixen. Ihr könnt den Aufstrich entweder vollständig homogen mixen oder ihr lasst ihn ein bisschen „stückig“, ganz nach Geschmack. Das Chilipulver verwendet ihr je nachdem wie scharf ihr es mögt. Der Aufstrich ist sooo lecker und überzeugt jeden Nicht-Rohköstler. Besser als jeder vegetarische/vegane Aufstrich, den ich je gegessen habe!

Praktische Prüfung bestanden und meine liebsten Kollegen ein bisschen von meiner Hanf-Begeisterung abgegeben!

Praktische Prüfung bestanden und meine Liebsten ein bisschen von meiner Hanf-Begeisterung abgegeben! <3

 

Woher Hanf beziehen?

Wir essen jede Menge Hanf und kaufen ihn in großen Packungen bei „hanf natur“ (www.hanf-natur.com). Es handelt sich hierbei um hochwertigen und ökologisch angebauten Hanf.

Übrigens ist der Nutzhanf THC-frei. Also keine Angst, ihr werdet mit dem Gesetz nicht in Konflikt geraten, wenn ihr dieses Wunderprodukt verwendet! 😉

Immer auf dem Laufenden und mehr über uns gibt es auf unserer Facebook-Seite. Besucht uns doch!

 

 

 

24 thoughts on “Pikanter Hanf-Aufstrich – Wunderpflanze Hanf!

  1. Das werde ich mir gleich morgen machen. Ich mag Hanf auch sehr gerne, bin durch Brendan Brazier darauf gestoßen. Jetzt bekommt sogar mein alter Hund Hanf-Protein, was ihm sehr gut bekommt. lg Marlies

    1. Wow, genial! Wir freuen uns, dass er dir soooo gut schmeckt! (Bei uns gab es ihn gestern auch wieder…)
      🙂 🙂

  2. „Ungünstiges Omega-Verhältnis (zu viel Omega 6) begünstigt und verstärkt entzündliche Prozesse im Körper.“
    Ist das nicht sehr negativ??

    1. Genau, deshalb sollte man darauf achten, dass man Omega 3 und 6 im richtigen Verhältnis zu sich nimmt. Ideal sind Walnüsse, Hanf und Leinsamen! 🙂

      1. Hat der Aufstrich ein ungünstiges Verhältnis der Omega 3/6 Fettsäuren? Also zuviel Omega 6? Ich dachte Hanf hat überwiegend Omega 3 Fettsäuren.

  3. Ich hab mal im Bioladen Hanfsamen gekauft, die ich gerne verwerten möchte. Der Aufstrich klingt ja toll – allerdings sind die Hanfsamen, die ich hier habe, nicht geschält. D.h. dafür ungeeignet, oder? Was kann ich denn sonst daraus machen?

    1. Ja, dafür muss man die geschälten verwenden.
      Die ungeschälten lassen sich gut in rohem Brot verarbeiten und in allem, was einen Knuspereffekt haben soll. Auch in Schokolade suuuper lecker. Ansonsten kann man sie auch mahlen und als Mehl verwenden, in rohem Porridge oder einfach knabbern! 🙂

  4. Habe das Rezept auch endlich ausprobiert, schmeckt lecker, aber irgendwie etwas zu salzig. Ich habe schon dran gedacht, das es daran liegen könnte,das meine Tomaten gesalzen sind. Welche Tomaten habt ihr verwendet?

  5. Das Rezept hört sich sehr lecker an. Mich würde nur interessieren, ob es sich ca. 1 Woche hält, da ich es für einen Geburtstag gerne vorbereiten möchte.

  6. Ich habe jetzt mehrfach Hanf ungeschält, geschält und als Mehl (Kuchen, Brot, Camembert-Fake) verwendet und immer schmeckten die Speisen recht bitter. Woran kann das liegen?
    Das Öl dagegen macht keinen bitteren Geschmack.
    Ich bin etwas ratlos. Habt ihr eine Idee?
    VG
    Anne

    1. Hey Anne!
      Könnte evtl am Produkt liegen, vielleicht waren die im Hanf enthaltenen Fette ranzig…? Wir beziehen unseren Hanf von http://www.hanf-natur.com und haben bisher keinen bitteren Geschmack erlebt. Evtl. ist es auch eine Reaktion deines Körpers, der den Hanf nicht möchte? Wie ist es, wenn du den Hanf ganz unverarbeitet isst?

  7. Hallo, danke für eure Antwort. Wenn ich den Hanf einfach so esse, finde ich ihn auch recht bitter, dabei liebe ich eigentlich Bitterstoffe, beispielsweise im Salat. Könnte es sein, dass mein Körper den Hanf nicht ‚will‘, bzw. nur als Öl? Davon habe ich noch nie gehört.

  8. Neue Welt!! Schmeckt einfach super, bin total verliebt an Zucchini pasta mit diese sauce!!
    Danke, danke, danke………………………………

  9. Ich habe den Aufstrich probiert und er schmeckt super, auch der Hanf schmeckt darin nicht bitter, ich bin ganz begeistert! Die Menge der Paprika habe ich etwas reduziert und eine halbe Aprikose dazu gegeben. Schmeckt toll auf Brot und verdünnt als Salatsauce. Danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.