RAW OMELETTE – ohne Huhn geht gut!

Vor fast einem Jahr haben wir die School Of Raw gegründet und ich habe seitdem fast monatlich einen Workshop gegeben, dazu kamen einige private Workshops, sowie Kräuterwanderungen. Jedes Mal, wenn ein Workshop-Wochenende vorbei ist (sowie jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe), bin ich selbst zutiefst erfüllt und inspiriert. Rohkost ist bloß irgendso ein Tick von ein paar dogmatischen Spinnern? Ganz sicher nicht. Das zeigen mir die Menschen, die zu uns kommen, immer wieder. Was meint ihr, die Hotelfachfrau, der Polizist, die Bäckerstochter, die Frauenärztin, die Bodyworkerin, die Weltreisende, der Manager, die Ingenieure, die Controllerin, die Fotografin, die Heilpraktikerin, die Stewardess oder die Buchhändlerin, sind das alles Freaks? Nein. Es sind alles ganz normale Menschen, die etwas erkannt haben. Die erkannt haben, dass etwas nicht ganz richtig läuft. Sie haben erkannt, dass das, was sie in Supermärkten kaufen können, nicht zu Superkräften führt und dass das, was sie in ihrem Leben bisher beigebracht bekommen haben, nicht mit ihrer Erfahrung übereinstimmt. Dass die Bedingungen, unter denen unsere Nahrungsmittel hergestellt werden, nicht hinnehmbar sind. Es sind Menschen, die offen sind, kritisch, die bereit sind, etwas zu verändern für sich, für ihre Familien, für die Welt. Es sind lustige und kluge Menschen mit einem riesen Potential, ihre Ideen weiter in die Welt zu tragen. Schaue ich diesen Menschen ins Gesicht, dann ist es eine tiefe Bestätigung dafür, dass Rohkost kein Ernährungstrend für Freaks ist. Rohkost ist die Chance auf Veränderung. Es ist die Möglichkeit, das eigene Selbst zu erhöhen, sich auf eine neue Art zu erfahren und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Es ist der Anfang einer Transformation und die zeitgemäße Antwort auf das, was unser momentanes Gesellschaftssystem hervorbringt: Kranke Menschen in einer kranken Umwelt. Übrigens haben viele Menschen, die zu uns kommen, alternative Zukunftsvisionen. Es geht ihnen genau wie uns nicht allein um das Thema Ernährung. Ich bin gespannt, wohin uns die Menschen noch führen, die unsere School Of Raw besuchen! ♥

RAW OMELETTE – ohne Huhn geht gut!

Zutaten:
  • 450 g Maiskörner
  • 2 TL Flohsamenschalen
  • 1 EL goldene Leinsamen
  • 1-2 TL Kala Namak*
  • 1 EL getrocknete Petersilie
  • 1 TL getrocknete Zwiebel
  • 1/2 TL Kurkuma
  • ca. 100 ml Wasser

plus Zutaten für die Füllung

*dieses Schwefelsalz sorgt für den Ei-Geschmack!

Zubereitung:

Mais mit Wasser und den Gewürzen mixen. Wenn alles eine glatte Konsistenz hat, Flohsamenschalen und Leinsamen hinzugeben und noch einmal durchmixen.

Auf Dörrfolien Teig zu vier dünnen runden Fladen ausstreichen und bei 42 Grad ca. 5-6 Stunden dörren. Die Omelettes dürfen nicht vollständig durchgetrocknet sein, sie sollten geschmeidig und biegsam sein. Da die Ränder meist zuerst trocknen, kann man diese vor dem Anrichten einfach abschneiden, so sieht es schöner aus.

Für die Füllung Paprika in feine Würfel schneiden, Pilze und Zwiebeln in Olivenöl und Sojasauce für einige Stunden marinieren, frische Kräuter fein hacken und drunter heben, evtl. mit etwas Cashew-Schmand verfeinern… Oder einfach nach Geschmack! 🙂

GÖTTLICH!!

 

 

Wer Lust auf einen Workshop bei uns hat: HIER geht es zu allen Infos.

Über 150 leckere, einfache & inspirierende Rezepte gibt es außerdem in unserem Buch „Was dein Herz begehrt“.

Und sonst kommt uns einfach auf Facebook besuchen und genießt mit uns das Leben! ♥

8 thoughts on “RAW OMELETTE – ohne Huhn geht gut!

  1. Wunderschön geschrieben! Ich habe es geschafft die Rohkost in meinen Alltag zu integrieren und sie ist für mich nun völlig normal geworden. Ich glaube, sobald es für einen selber normal ist, wird es das auch für die Menschen um ihn herum (irgendwann zumindest).

  2. Dieser „Eier“-Omelette-Teig ist wirklich göttlich!
    Eine s u p e r Kreation!
    Und auch mit dieser Füllung genial. Das wird es nun öfter geben.
    Tausend Dank!
    Liebe Grüße Hannelore

    1. PS:
      oft mache ich auch nur den Omelette-Teig und lasse ihn über Nacht
      im Dörrgerät ganz durchtrocknen. Ergibt eine Art Chips mit besonderem
      Kauvergnügen..!

  3. Das Rezept hört sich super an und ich möchte es unbedingt versuchen.
    Ich bin schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Dörrgerät, welcher sich für Rohkostqualität eignet. Leider bin ich noch nicht fündig geworden. Hast du vielleicht eine Idee für ein geeignetes Dörrgerät? Und sind die Maiskörner im Rezept von einem rohen Maiskolben? Ich wusste gar nicht, dass man Mais auch roh essen kann.
    Zeigt nur wieder, dass es noch viiiiiiiiiel zu lernen gibt :))
    Liebe Grüsse und eine schöne Vorweihnachtszeit.

  4. Hallo Ihr Lieben.

    Bin heute über euren Blog gestolpert & einfach hin & weg vor Begeisterung!!! Toll, was ihr da auf die Beine gestellt habt. Meinen tiefen Respekt für so viel Freude & Leidenschaft & Pro-Aktivismus!

    Kann es garnicht abwarten, viele der lecker klingenden (und sicher so schmeckenden) Rezepte zu probieren.

    Was ich mich jedoch frage (und mir bei diesem Rezept ins Auge sprang) ist:
    Wie gut geht Rohkost ohne ein Dörrgerät?

    Bin ja ein Fan davon möglichst unabhänig, von irgendwelchen (dazu noch kostspieligen) Geräten, zu sein. Die Lebensmittel, die ich trocknen will, im Sommer zu trocknen ist natürlich eine Variante.
    Gibt es evtl. irgendwelche natürlichen Alternativen zum Dörrgerät, die dazu noch Winter praktikabel wären? Bzw habt ihr dazu Ideen oder Anregungen?

    Ansonsten vielen Dank an dieser Stelle an euch, für euer Sein & Wirken!

    Ganz liebe Grüße,
    Svenja

    1. Hallo Svenja,

      vllt. kann ich dir helfen, da es mir ähnlich erging als ich mit der Rohkost angefangen habe.

      Eine halbwegs gut funktionierende Methode zum „dörren“ ohne Dörrgerät ist es, den Ofen auf niedrigster Stufe einzuschalten und einen Kochlöffel oder Ähnliches in die Tür zu klemmen, so dass Wärme verloren geht und im Inneren nicht über 42 Grad herrschen. Im Winter kannst du dir so auch gleich die Heizung sparen 😛 Man mag jetzt sagen, aufgrund des Energieverlustes entstehen höhere Kosten, aber ein Dörrgerät verschlingt pro 24 Stunden auch ca. 1,50 Euro an Strom. Zumindest aber 1-2 Dörrfolien würde ich mir dafür zulegen.

      Wenn du dich wirklich intensiv rohköstlich ernähren willst, kaufst du dir früher oder später aber sowieso ein Dörrgerät. Ich hatte hier vor einer Weile mal irgendwo auf dieser Seite über Dörrgeräte berichtet, als ich vor dem Kauf stand und hatte bei den Herstellern Infos über verwendete Materialien etc. eingeholt. Am Ende ist es der teure Sedona Dörrautomat geworden. Leider weiss ich nicht mehr, wo ich das hier gepostet hatte 🙂

      Was ich mir zu Beginn sofort gekauft habe, war ein Hochleistungsmixer. Günstige Mixer haben einfach nicht die Leistung für ein ordentliches Mixergebnis. Du hast immer noch grobe Stücke im Smoothie und wenn du Nüsse oder ähnliches mixt, sind die Messer nach zwei Wochen hinüber.

      Hier wurde über Mixer berichtet:
      http://nordischroh.com/mixer-empfehlungen/

      Der Vitamix ist quasi der Ferrari unter den Mixern. Ich nutze seit Jahren den weitaus günstigeren Omniblend V. Ich benötige etwa 1x im Jahr ein neues Messer (kostenlos auf Garantie) und nutze den Mixer 2-3x täglich, schreddere damit quasi alles, täglich Nüsse und andere harte Dinge, das Teil läuft und läuft nach 3 Jahren noch wie am ersten Tag. Einzige Empfehlung meinerseits wäre der 2L Behälter (nicht der 1,5L), da aufgrund der Bauform kleinere Mengen sowie dickflüssigere Dinge beim 1,5L Behälter einfach an den Rand getrieben und von den Messern nicht richtig erfasst werden.

      Zusammenfassend: Rohkost geht weitestgehend ohne zusätzliche Geräte. Für die tollen Rezepte auf dieser Seite wirst du aber zumindest um einen Hochleitungsmixer nicht herum kommen.

      Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

      Beste Grüße,
      Max

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