Strawberry Cheese Cake

Warum habe ich früher eigentlich gebacken? Ich meine, so mit Backofen und Mehl und Eiern. Ach, jetzt weiß ich es wieder! Weil ich selbst gemachten Kuchen liebe! Ein Stück Kuchen am Nachmittag, gibt es etwas Schöneres? Da nehme ich auch keine Rücksicht darauf, ob nun Sonntag ist oder Montag oder Mittwoch. Ob Sommer oder Winter. Kuchen kann ich alleine genießen, ganz für mich. Oder in Gesellschaft. Auf der Terrasse, dem Liegestuhl oder eingemummelt auf dem Sofa. Zusammen mit der ganzen Familie, Oma, Opa und Geschwistern. Mit meiner Mutter oder meiner besten Freundin. An einer großen Tafel oder stilecht am Küchentisch mit einer dampfenden Kanne Tee dazu. Ein Stück Kuchen befriedigt meine Seele. Etwas in mir jubelt, zündet ein Feuerwerk. Es ist mein persönliches Savoir-Vivre, ein Stück Lebensart.

Und dann kam die Rohkost. Die vielen unglaublichen Erfahrungen und die Erkenntnis: „So gut möchte ich mich für immer fühlen. Das ist mein Lebensweg!“. Doch irgendwann meldete sich meine Seele. Kein großes Anliegen. Bloß ein Stück Kuchen. Kuchen? Oh ja, das hatte ich vermisst. Backofen und Mehl und Eier, das ging ja nun nicht mehr. Wisst ihr was? Kreativität entsteht in der Not! Zum Beispiel in der Not, der Seele schnell ein Stück Kuchen geben zu müssen. Und so lernte ich es, Kuchen ganz ohne die besagten Dinge herzustellen. Und zwar so gut, dass meine Seele sich seitdem nicht wieder gemeldet hat.

Savoir-Vivre, das heißt übersetzt „verstehen zu leben“. Gehört dazu nicht auch, den eigenen Körper mit der besten lebendigen Nahrung zu versorgen, die es gibt?!

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Zutaten für eine 20er – 26er Springform:

Boden:

  • 250 g Mandeln
  • 250 g Datteln
  • Mark einer Vanilleschote oder 1 TL Vanillepulver
  • eine Prise pinkes Himalaya-Salz

Creme:

  • 150 g Kokosmus*
  • 500 g Erdbeeren (tief gefrorene Erdbeeren müssen bei der Verarbeitung vollständig aufgetaut sein)
  • 3 EL Agavendicksaft
  • 3 EL Zitronensaft
  • 60 g Cashews, 2 Std. eingeweicht

* Kokosmus ist nicht Kokosöl, bitte nicht verwechseln!

Zubereitung:

Für den Teig verarbeitet ihr die Zutaten zu einer leicht klebrigen, etwas bröseligen Masse. Dafür eignet sich besonders gut eine Küchenmaschine mit S-Messer bzw. ein Food-Processor. Ziel ist es, einen Teig zu bekommen, der zusammenhält und gut mit den Händen zu verarbeiten ist. Die Zutaten müssen nicht vollständig zerkleinert sein!

Wenn ihr den Teig fertig habt, drückt ihr ihn gleichmäßig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform. Verwendet Springformen von 20-26 cm je nachdem wie hoch oder flach ihr Kuchen mögt. Außerdem solltet ihr den Rand mit etwas Kokosöl fetten. Die zuvor noch etwas „bröselige“ Masse ist nun ein glatter und fester Teig. Nun stellt ihr Form samt Teig in den Kühlschrank.

Für die Zubereitung der Creme sollte das Kokosmus weich sein. Kokosfett schmilzt bereits bei 24 Grad. An einem warmen Sommertag müsst ihr also gar nichts tun! Das weiche Kokosmus mit den restlichen Zutaten in einem Mixer zu einer homogenen und cremigen Masse mixen. Abschmecken und evtl. nachsüßen, wenn ihr es gerne süßer mögt. Springform aus dem Kühlschrank nehmen und die Masse gleichmäßig über den Teig geben. Anschließend für mehrere Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. Wenn es schneller gehen soll, stellt ihr den Kuchen für 2 Stunden ins Tiefkühlfach und anschließend noch mal eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Am besten schmeckt der Kuchen am nächsten Tag, dann hat sich die Creme weiter gesetzt und sie ist noch fester. Im Kühlschrank aufbewahren!

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24 thoughts on “Strawberry Cheese Cake

    1. Hallo Kim,

      ich kann dir nach reichlicher Verkostung des Kuchens versichern, dass du das Kokosmuss nur ganz leicht bis gar nicht raus schmecken wirst.

      Viele Grüße
      Achim von Nordisch Roh

    1. Hallo,
      leider müssen wir dich enttäuschen. Das Kokosmus wird nach dem Schmelzen wieder fest und hält die Creme zusammen. Sie sorgt also dafür, dass der im Kühlschrank schön fest wird. Du kannst sie nicht durch Mandelmus ersetzen, weil Mandelmus nicht den selben Effekt hat. Sorry!
      Selbst bei Kokosöl ist es schwierig, weil Kokosöl zwar auch hart wird nach dem Schmelzen, aber im Kühlschrank nicht so eine feste Konsistenz hat wie Kokosmus.
      Bleibt nur Kokosmus bestellen oder etwas anderes ausprobieren.

      Viele liebe Grüße
      Achim von Nordisch Roh

    1. Hallo Sandra,

      wie sollte es anders sein, unser Küchengerät Nummer 1 ist und bleibt der Vitamix. Allerdings gibt es Alternativen wie den Revoblend oder den Omniblend. Mit günstigen Geräten haben wir leider nicht so gute Erfahrungen. Besser gesagt ich habe am Anfang mindestens 4 Mixer verschrottet, bis wir uns entschlossen haben, einen teuren Industriemixer zu kaufen. Was soll ich sagen, die Anlage hat sich gelohnt.

      Viele liebe Grüße
      Achim von Nordisch Roh

  1. Hallo! Kann man den Teig auch im Thermomix zubereiten? Hab leider kein Vitemix. Und noch was: weicht ihr die Datteln vorher ein?
    LG

    1. Kann man sogar sehr gut!
      Wir verwenden frische, weiche Datteln, die nicht eingeweicht werden müssen. Hast du eine harte Sorte, dann empfehle ich dir das Einweichen.

  2. Wooohooooooo… ist der göttlich und so lecker – 1000Dank für dieses phantastische Rezept!!! Kokosmus gibt’s im Asialaden für einen Bruchteil des Geldes in dem hier verlinkten Bsp. 😉

    1. Oh super Tipp!
      Und schön, dass dir der Kuchen gefällt (wir lieben ihn auch und freuen uns, dass endlich die Erdbeer-Saison beginnt!!) 🙂

  3. …gleich probiert und wow!
    die creme mag unser 8 monate altes baby schlecken und schlecken und schlecken :).
    eure 2 auch?

    danke und grüsse suse

    1. Hahaha! Unsere Tochter LIEBT rohen Kuchen. Der Kleine (auch 8 Monate) ist bisher noch nicht in den Genuss gekommen, aber das kommt sicher bald. Ist ja jetzt Erdbeer-zeit!

  4. Hallo, grüß euch!
    Frage: Habt ihr zufällig einen Tipp parat, wie hartgewordene Agavensüße wieder schön fein rieselt?
    Werde im Internet nicht fündig/schlauer :/
    Laut Ablaufdatum ist sie noch haltbar.
    Danke im Vorraus!

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