Spritzgebäck

Fällt es euch eigentlich schwer, jetzt in der Weihnachtszeit auf all die typischen weihnachtlichen Leckereien zu verzichten? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir nicht schwer fällt. Gott sei Dank, denn sonst wäre die Weihnachtszeit ein kompletter Spießrutenlauf! Es ist nicht so, dass ich Lebkuchen, Spekulatius und Co nicht mögen würde. Nein, im Gegenteil mag ich die weihnachtlichen Gewürze sehr, die in den typischen Gebäcken verwendet werden. Der Geruch von Zimt, Nelken, Anis… mmmmmh… Wenn ich nun in den Supermarkt gehen würde, um mir Spekulatius oder Lebkuchen zu kaufen, dann wüsste ich allerdings sehr sicher, dass mir diese Dinge nicht schmecken würden und ich sehr enttäuscht wäre. Wenn der Geschmack sich einmal wieder an naturbelassene Ernährung gewöhnt hat, wird man sehr sensibel für alles Künstliche. Außerdem finde ich die Verpackungen schon so wenig ansprechend und spätestens, wenn ich auf die Zutatenliste schaue, wird mir schlecht. In mir kommt in solchen Situationen das Gefühl hoch: „Dafür bist du doch viel zu wertvoll!“. Das schützt mich sehr davor, mir vielleicht doch einmal so etwas zu kaufen. Was mir viel schwerer fällt, sind die privaten Weihnachtsfeiern, wo die Menschen ihre mit Liebe selbst gemachten Leckereien mitbringen. Die würden mir bestimmt viel besser schmecken und außerdem gibt es für mich einen riesen Unterschied zwischen industriell gefertigter Massenware und selbst gemachten Naschereien. Und weil ich private Zusammenkünfte sehr liebe und gerade in der Weihnachtszeit das gemeinsame Essen einen hohen Stellenwert hat, beuge ich der Situation vor, irgendwo bei Freunden doof in der Ecke zu sitzen und mich zum Verzicht zwingen zu müssen. Nein, das ist nun wirklich nicht schön! Umso schöner ist es, selbst kreativ zu werden, und Leckereien zu kreieren, die all meine Ansprüche erfüllen – Genuss, Gesundheit und Geselligkeit! 🙂

In diesem Sinne: Seid gut zu euch! ♥

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Zutaten für zwei Einschübe:

  • 300 g Cashews, mind. 2 Std. eingeweicht
  • 150 g roher Agavendicksaft
  • Saft 1 Zitrone plus abgeriebene Schale
  • 160 g Kokosraspel
  • 1 TL Vanillepulver
  • etwas Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten in einem Hochleistungsmixer (alternativ Food Processor mit S-Messer) zu einer zähen Masse mixen. In einen Spritzbeutel füllen und auf Dörrfolien des Dörrofens Formen nach Wahl bringen. Im Dörrofen bei 42 Grad 12-24 Stunden, je nach gewünschter Konsistenz, dörren. Das Spritzgebäck wird nicht vollständig durchgetrocknet. Möglichst luftdicht verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Hält sich mehrere Wochen.

Ich liebe dieses Gebäck, weil es nach dem typischen Spritzgebäck aussieht, dass es früher immer bei meiner Oma gab. Es ist toll, um weihnachtliche Dessertteller hübsch anzurichten, Kuchen zu verzieren oder natürlich einfach zum Naschen! 🙂

 

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7 thoughts on “Spritzgebäck

  1. Hatte eben mit meinem Sohn einen riesigen Spaß Euer Spritzgebäck zu zubereiten. Der Teig schmeckt auch ungedörrt göttlich 🙂 Jetzt hoffen wir, dass die Zeit schnell vergeht & wir sie bald naschen können. Alles Liebe.

  2. Hallo Ute,

    ich habe anstatt Agavendicksaft eingeweichte getrocknete Äpfel genommen. Es schmeckt auch so wunderbar – besser als traditionelles gebackenes Spritzgebäck, wie ich finde! Vielen Dank für das Rezept!

  3. Das hat richtig Spaß gemacht! Allein dafür danke ich Euch. Dieses SpritzTeil liegt seit Ewigkeiten in meiner Schublade und nun habe ich es zum ersten Mal getestet. Es ist eine Art Pistole und macht einfach Spaß. Sogar die Kinder wollten es alle ausprobieren, auch wenn sie Rohkost eher skeptisch gegenüber stehen. Ich fand den Teig allein schon super lecker und bin sehr gespannt, was daraus nach der Trocknungszeit geworden ist! Ihr seid wirklich Klasse!

  4. Nun wieder zurück aus der Küche 😉: sie sind suuuuuuuperlecker geworden! Sogar die Kinder, die den Teig nicht mochten, meinten sie wären lecker! Nun sind die Lebkuchen im Dörrer und ich bin schon sehr gespannt!!!

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