Daily Breakfast – gekeimter Schoko-Buchweizenbrei

Jeden Morgen das gleiche Spektakel. Um spätestens 6 Uhr zieht eine wild gewordene Fabelwesenbande, bestehend aus Drachen und Einhörnern, an meiner Bettdecke vorbei. Oder ein kleinwüchsiger Bauer muss dringend auf Klo. Er braucht Hilfe, weil er nicht allein auf die Klobrille kraxeln kann. Wahlweise stampft eine Horde Nashörner durch das Schlafzimmer. Ihr seht bei uns geht es schon morgens lustig zu. Ute oder ich schleppen uns nach der morgendlichen Begrüßung zum Laufen oder in unsere Infrarotsauna, um in Form zu bleiben. Die Kinder gehen derweil in ihrer Spielfantasie auf und schwupps ist es fast schon viel zu spät, rechtzeitig das Frühstück auf den Tisch zu bringen. In aller Hektik übernimmt Ute das Ankleiden der Kinder und hört sich dabei eher wie eine Kameltreiberin an, als die in sich ruhende, alles im Griff habende Mutter, die sie gerne wäre.

Währenddessen stehe ich in der Küche und versuche aus dem Zeug, das in unseren Regalen steht, irgendwas Frühstücksähnliches zusammen zu pantschen. In voller Panik werden ein paar Früchte zusammen gesammelt, Stoßgebete gesprochen, dass man am Vortag Buchweizen zum Keimen gebracht hat (VIDEO HIER) oder sonst irgendwas zumindest eingeweicht ist. Die gefundene Schätze werden in den Mixer geschmissen und mit Vanille, Zimt, Kakao oder Carob abgeschmeckt. Zwischendurch werden die vor Hunger maulenden Kinder mit Bananen oder Äpfeln versorgt. Das aber bitte konzentriert, denn es gibt wichtige Regeln zu beachten: Die Banane darf nicht geschnitten, sondern die Schale nur leicht angebrochen sein. Sonst bricht der Sohn in Tränen aus, weil man nur auf diese Weise Bananen essen kann. Meine Tochter hat ihren Apfel gern in Scheiben und ohne Gehäuse. Auch das ist enorm wichtig. Ansonsten steppt der Bär.

Auf irgendeine geheimnisvolle Art und Weise steht am Ende alles doch noch erstaunlich rechtzeitig auf dem Esstisch. Zeit, um die gerade neu angezogenen Sachen mit Brei zu bekleckern. Damit meine ich nicht nur die Kinder, sondern schließe mich und mein frisches Hemd mit ein. Also noch einmal das Anziehtheater mit allen Beteiligten, aber vorher werden unter wildem Protest im Badezimmer die Zähne geputzt.

Am Ende haben dann doch alle es irgendwie geschafft Jacken, Mützen, Handschuhe und Stiefel, die am Vortag wild verstreut wurden, nicht nur zu finden, sondern auch noch anzuhaben. Eigentlich könnte es jetzt losgehen in den Kindergarten. Aber halt, so einfach ist das nicht. Jetzt fällt bestimmt noch einem von beiden ein, dass er nochmal muss. Eine halbe Stunde später sind dann alle verstaut und der Tag beginnt…..

Genau durch solche Morgende entstand das folgende Gericht, das mein Sohn mittlerweile liebt. Und es gibt lauten Protest, wenn es den berühmt berüchtigten „Schokobrei“ morgens nicht gibt. Meine Tochter sieht das übrigens ganz anders, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Auf dem Foto war es übrigens Sonntag und ich habe schnell für Ute was in die Schüssel gefüllt, damit sie ein Foto machen kann. Glaubt nicht, dass unser Brei jeden Morgen so schön aussieht!

Euer Achim

Zutaten für 4 Portionen:
  • 2 Bananen
  • 400 g gekeimter Buchweizen
  • 3 EL Kakaopulver oder Carob
  • 1 TL Vanillepulver oder Zimt
  • 400 ml Mandelmilch (oder gefiltertes Wasser natürlich von The Local Water 😉 )
  • 2 gestrichene EL Flohsamenschalen oder gemahlene goldene Leinsamen
Zubereitung:

Bananen klein machen und in den Mixer geben. Buchweizen, dazu ebenfalls Kakaopulver, Vanille oder Zimt. Dann Mandelmilch oder Wasser hineingeben. Alles schön mixen. Zum Schluss Flohsamenschalen oder Leinsamen dazu geben und nochmal mixen. In vier Müslischalen kippen und fertig.

Hinweie: Probiert selbst ein bisschen mit der Konsistenz rum und nehmt vielleicht etwas mehr oder weniger Flüssigkeit.

 

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6 thoughts on “Daily Breakfast – gekeimter Schoko-Buchweizenbrei

  1. Hallo ihr 4,
    diesen bei uns BaBuKa (BananeBuchweizenKakao) genannten Brei für alle und für alle Fälle gibt’s sehr oft nachmittags oder abends, wenn die inzwischen von Einhörn“chen“ und Zorritos Herangewachsenen vom Drachenbändigen nach Hause kommen und Huuunger haben. Babuka gibt’s je nach Jahreszeit und Lust mit Beeren, Orangenkrem, Basilikumblatt, Blümchen u.a. garniert. Babuka ist auch hervorragend geeignet, vergessene Bananen noch zu verwerten. Das kennt ihr alles? Wunderbar, wir werden immer mehr. Liebe Grüße

    1. Sehr, sehr cool! Vielen lieben Dank für dein Kommentar. BaBuKa ist wirklich der bester Fantasiename, den ich bis jetzt zu der Buchweizenpampe gehört habe.

  2. Super Rezept! Werde ich probieren. Bei uns gibt es fast täglich Frischkornbrei. Meist gleich – bin ein Gewohnheitstier: Körner, Äpfel, Banane, Prise Zimt. Unsere Kinder haben auch unterschiedliche Ansichten darüber. Aber euer Rezept klingt nach einer leckeren Abwechslung

    Und fantastische Geschichte! Beruhigend, muss ich gestehen. Ihr seid also auch keine Heiligen oder habt zumindest auch die eine oder andere Herausforderung 😉

    1. Vom Heiligen Status sind wir weit entfernt :). Und Abwechselung tut wirklich gut, bevor die Kinder einen mit Frischkorn- und Buchweizenbrei aus Protest bewerfen und in den Hungerstreik gehen.

      Vielen Dank für deinen netten Kommentar.

  3. Das schmeckt sicherlich sehr lecker – ich bin auch seit einigen Jahren voll im gekeimtem Müsli -Fieber! Das tut einfach so gut. Ich habe in den letzten 15 Jahren so ziemlich alles zum Frühstück ausprobiert, was irgendwie gut und gesund ist. Da ich sehr empfindlich bezgl. Lebensmittelunverträglichkeiten und darmempfindlich bin, vertrage ich fast nichts. Bei den meisten Frühstücksvariationen geht es mir eben nur ca 1 Stunde gut, dann benötige ich bereits wieder was zu essen oder trinken, damit ich mich wohlfühle.
    Jetzt esse ich jedenfalls fast jeden Tag zum Frühstück Müsli aus gekeimtem Goldblumenweizen, Hanfsamen, eingeweichten Nüssen und Dörrfrüchten oder frischen säurearmen Früchten.
    Darauf geht es mir zumindest für ca 3 Stunden sehr gut, bin fit, munter und leistungsfähig.
    Die Tage habe ich wiedermal gekochten Hirsebrei zum Frühstück gegessen – da war ich am Vormittag so müde, dass ich beim Autofahren fast einschlief…

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